Kreativer Frühling 2015

Ob beim Einkauf auf dem Markt oder einem Picknick - der

Marktkorb nach PatchworkArt

ist ein toller Begleiter. Kugeln aus Weiden und aus Draht gefertigte Hühner ziehren Beete und Rasen.

Rosen oder andere Kletterpflanzen können sich an selbst gefertigten Weidengerüsten festhalten

Zur ersten Versammlung im neuen Jahr waren 81 LandFrauen am 15. Januar am Nachmittag in das Gasthaus Dralle gekommen, um von Frau Margret Emke von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu erfahren, warum „Manieren wie Nullen sind“. Obwohl gute soziale Manieren für LandFrauen selbstverständlich sind, fand man sich in einigen Situationen – sicherlich auch mit dem einen oder anderen Augenzwinkern von Frau Emke geschildert – wieder, wo das eigene Benehmen doch positiver hätte sein können. „Gutes Benehmen ist die Kunst, den Menschen unseren Umgang angenehm zu machen“ (Jonathan Swift) und die Grundlage eines guten Zusammenlebens.

Nach Knigges „Umgang mit Menschen“ stand „der Tischknigge“ auf dem Programm. Die Tipps zu wer begrüßt wen zuerst, wen stellt man zuerst vor und die Begrüßung in einer größeren Gesellschaft wurden gerne angenommen.

Es war ein schöner Nachmittag mit Kaffee und Kuchen, guten Gesprächen und einer tollen Referentin.

Jahreshauptversammlung am 4. Mai 2015

 

Nach der Begrüßung mit einem Gedicht von James Krüss zum Wonnemonat Mai auf der Jahreshauptversammlung am 4. Mai durch die Vorsitzende Frau Marianne Kohrs  wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht. Anschließend gab Frau Kohrs einen kleinen Rückblick auf die umfangreichen Aktivitäten der Berger LandFrauen im vergangenen Jahr. Bettina Majehrke legte den Kassenbericht vor, der einstimmig von der Versammlung genehmigt wurde.

Nach einem kleinen Imbiss sprach Frau Juliane Schmiegltiz-Otten über die  Frauen der Welfen. Zuerst erläuterte sie die wichtige politische Bedeutung der Celler Residenz und ihrer Herrscher in der Renaissance. Ihr besonderes Augenmerk galt allerdings den Frauen der Regenten, die durch ihre Art und ihre Aktivitäten viel für Celle bewirkt haben, so z. B. Anna von Nassau als Stifterin der Schlosskapelle.

Besonders ausführlich und und voller Begeisterung erläuterte Frau Schmieglitz- Otten die Geschichte der Eleonore d‘Olbreuse und ihrer Tochter Sophie Dorothea sowie die Zusammenhänge mit dem englischen Königshaus. Mit Bildern von diesen beiden Frauen untermalte sie den interessanten Vortrag, der eine Anregung für den Besuch des Celler Schlosses war.

Tagesfahrt nach Bremerhaven am 24. Juni 2015

Bremerhaven war das Ziel der diesjährigen Tagesfahrt.  Zuerst stand ein Besuch des Auswandererhauses auf dem Programm.  Zwischen 1830 und 1974 wanderten ca. sieben Millionen Menschen über Bremerhaven aus. Anhand 34 realer Familiengeschichten werden in dem Bremerhavener Erlebnismuseum 300 Jahre deutsche Migrationsgeschichte  vermittelt. Unterschiedliche Gründe haben die Menschen veranlasst ihre Heimat zu verlassen in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Mit entsprechenden Daten besteht  die Möglichkeit, eine  persönliche Familienrecherche zu machen.

Nach diesem sehr eindrucksvollen Vormittag gab es ein leckeres Mittagessen auf dem Schiff „ Seute Deern“.

Danach wartete schon der Gästeführer Kalle auf uns. Er ist ein Bremerhavener Jung,  war beruflich immer mit dem Hafen verbunden. So konnte er wunderbar erklären, wie der alte Fischereihafen sich durch Strukturwandel verändert hat.

Nach dieser 2-stündigen Rundfahrt durch das ganze Hafengebiet kehrten die Landfrauen mit vielen interessanten Eindrücken nach Bergen zurück.

Fahrradtour der Berger LandFrauen am 17. Juli 2015

 

Die alljährliche Fahrradtour der Berger LandFrauen steht immer unter einem Thema; so auch in diesem Jahr: Was geschieht eigentlich mit unserem Brauchwasser und wie hoch ist der Aufwand, um die wertvolle Ressource Wasser aufzubereiten? Dies sollten wir im Klärwerk der Stadt Bergen erfahren.

 

30 LandFrauen trafen sich um 14.00 Uhr auf dem Friedensplatz. Über Lohheide ging es quer durch einen Wald bis in die Nähe des Scheibenhofes. Wir fuhren an ehemaligen britischen Offizierswohnungen vorbei, standen kurz am Tor der leeren Glouchester-Scool, um dann von  der Verladerampe aus zum Klärwerk zu fahren. Dort warteten schon Herr Albrecht und Herr Engeling auf uns,  um uns die Kläranlage zu erläutern. In zwei Gruppen erfuhren wir viel Interessantes über unser Abwassersystem und die hohen Anforderungen, die an die Wasseraufbereitung gestellt werden.

 Der Rückweg führte durch das Falksmoor , am Mühlenteich vorbei  zum Gasthaus Dralle , wo wir uns mit einem herrlichen Erdbeer-Becher und Kaffee erholten.

Heidjerfest am 23. August  in Eversen

Natürlich waren auch die LandFrauen aus Bergen und Umgegend wieder dabei und unterstützten die Ortsvertrauensfrau von Eversen, Doris Schröder, gern bei der Gestaltung dieses Festes. Leckere Quarkspeise mit Früchtemousse, erfrischende Milch-Shakes sowie spritzige Holunderblütengetränke fanden regen Zuspruch bei den Besuchern des Festes.

Die Kreativität der LandFrauen zeigte ein breites Angebot von selbst bedruckten Stoffen, aus denen dann wiederum Beutel, Taschen, Tischdecken und vieles mehr für den täglichen Gebrauch gefertigt wurden.

Dass das Erfühlen und Zuordnen von verschiedenen gemahlenen Getreidearten nicht nur Kindersache ist, bewiesen die vielen Erwachsenen, die voller Neugier und mit viel Spaß in die Eimer griffen.

Es war ein schöner wenn auch wieder mal arbeitsreicher Tag. Vielen Dank an alle Helferinnen, die dazu beigetragen haben, dass der LandFrauen –Verein Bergen und Umgegend sich so vielseitig präsentieren konnte.

Sommerpause bei den LandFrauen aus Bergen und Umgegend?

 

Weit gefehlt - es waren Sommermonate voller Aktivitäten:  Lila-Sonntag in Bergen, Konzert in Lilienthal und Heidjerfest in Eversen

 

Am 2. August 2015 fand auf dem Friedensplatz in Bergen der erste Lila Sonntag statt.Diese überregional ausgelegte Veranstaltung in der Heideregion Oberes Örtzetal zeichnete sich durch  ein vielfältiges Angebot an regionalen Produkten & Kunsthandwerk aus. Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt und wir LandFrauen  waren mit einem Stand vertreten, an dem es leckere Zitronenbowle mit und ohne Alkohol gab.  Ein voller Erfolg – die Sonne strahlte vom Himmel und viele Besucher erfrischten sich mit diesem leckeren Getränk.

Berger LandFrauen genießen die „Berliner Luft“

Drei Tage im August genossen die Berger LandFrauen Hauptstadtatmosphäre.

 Nch einem beindruckenden Besuch im ehemaligen Stasi-Gefängnis Höhenschönhausen entdeckten wir auf einer dreistündigen Schifffahrt  Berlin aus einer anderen, offenen und positiven Perspektive.

Eine Führung durch den Bundestag mit einem Besuch in der Kuppel war das erste Ziel am zweiten Tag. Bei schönem Wetter lud die Umgebung des Brandenburger Tores zum Kaffeetrinken ins Adlon ein. Am Abend rundete eine  herrliche Show im Friedrichstadtpalast den Tag ab.

Die ausführliche Stadtführung am nächsten Tag zeigte uns  Bekanntes aber auch viel Neues in der Bundeshauptstadt.

Die Berger Landfrauen waren sich einig: Berlin ist immer eine Reise wert.

„Töpfern weihnachtlicher Dekoration“

dazu trafen sich im November acht LandFrauen im Bergwerk Bergen, um unter der Leitung von Nadine Bakemeier  Dekoratives für die Advents- und Weihnachtszeit zu töpfern.

Mit Spaß und voller Ideen ging es zwei Tage ans Werk und es entstanden neben traditionellen Motiven auch viele moderne Dekorationsstücke. Individuell und kreativ war dann auch das „Roh“-Ergebnis; allerdings dauern Brand und Glasierung noch einige Zeit, um das Selbstgetöpferte bewundern zu können  - diese Fotos sind jetzt da und machen "Lust auf mehr" (nächster Töpferkurs 16. und 17. April 2016 - Programmergänzung).

Am 14. Dezember hatten die Ortsgruppen drei, vier und fünf aus Bergen das Stadthaus wunderschön für die adventliche Veranstaltung der LandFrauen geschmückt.

Nach einer Weihnachtsgeschichte, vorgelesen von Jürgen Hamann, einem besinnlichen Text von Dietrich Bonhoeffer, wurde es wieder Zeit für das reichhaltige Kuchenbüffet.

Danach erfolgte der Vortrag von der Islamexpertin Frau Dr. Gundula Krüger. Sie kennt den Koran wie kaum jemand anderes: Die Uelzenerin ist als Islam- und Religionswissenschaftlerin derzeit deutschlandweit gefragt. In Vorträgen und Seminaren klärt die freiberufliche Dozentin über die Weltreligion Islam auf. Seit Jahren arbeitet sie als Expertin auch mit Politik und Polizei zusammen.

Die Frau in der Sharia und dem Koran; ein Thema, dass gerade angesichts der momentanen Flüchtlingszuwanderung viele Fragen aufwirft.

Beispiel Verschleierung: Der Koran fordere zwar, dass Ehefrauen und Ledige „etwas von ihren Gewändern über sich herunterziehen sollen.“ Entgegen vieler Annahmen sei das aber nicht  als Unterdrückung zu werten, sondern als Schutz vor sexueller Belästigung. Weitere Themen waren das Familien- und Erbrecht, Rechte und Pflichten in der Ehe, Scheidungsrecht. Die Rechte der Frauen unterscheiden sich in den einzelnen islamischen Ländern allerdings erheblich und viele Benachteiligen von Frauen liegen nicht im Islam begründet, sondern in den Gesellschaften, die sehr traditionell männlich orientiert sind.

Wir waren über so viel Information  schier erschlagen, so dass auch keine Diskussion aufkam. Denn die Frage, warum macht uns der Islam so viel Angst, lag sicher jedem auf der Seele.

Zum Abschluss der Veranstaltung las Jürgen Hamann noch eine Weihachtgeschichte vor. Nach einem großen Dankeschön an die Kuchenbäckerinnen, den Hausmeister und das Team Gasthaus Dralle klang der Nachmittag mit dem Lied „ Oh du Fröhliche „ aus.

Gewalt an Frauen – das anonyme Frauenhaus Celle stellt sich vor

 

Frau Amei Wiegel, ehrenamtliche Vorsitzende des anonymen Frauenhauses in Celle, war am 17. November ins Gasthaus Dralle gekommen, um die Arbeit des Frauenhauses vorstellen.

Trotz des seit 10 Jahren bestehenden Gewaltschutzgesetzes kommen allein in Celle jährlich 70 bis 80 Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten in das anonyme Frauenhaus, um dort Schutz vor häuslicher Gewalt zu suchen, Ruhe für sich und ihre Kinder zu finden; einhergehend mit der Hilfe zur Selbsthilfe. Durch hohe Qualifizierung und Engagements des Personals schaffen es in Celle fast 80% der Schutzsuchenden eine eigene Existenz aufzubauen. Das motiviert alle Verantwortlichen und zeigt, dass der hohe organisatorische Aufwand wie die Tag und Nacht besetzte Notrufnummer, die enge Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen sowie das Vertrauen der Mitarbeiter und der Hilfe suchenden Frauen untereinander sich lohnen. Ein weiterer Baustein ist mit ProBeweis im AKH Celle